aus: Ulrich
Haarmann Hg.: "Geschichte der arabischen Welt";
C.H.Beck-Verlag, München 1987
Unter Mitwirkung von
Ulrich Haarmann: Einleitung (S.9f.)
-- Albrecht Noth:
Früher Islam (S.11-100)
-- Tilman Nagel: Das
Kalifat der Abbasiden (S.101-165)
-- Heinz Halm: Die
Fatimiden (S.166-199)
-- Heinz Halm: Die
Ayyubiden (S.200-216)
-- Ulrich Haarmann:
Der arabische Osten im späten Mittelalter 1250-1517
(S.217-263)
-- Hans-Rudolf Singer:
Der Maghreb und die Pyrenäenhalbinsel bis zum Ausgang
des Mittelalters (S.264-322)
-- Barbara
Kellner-Heinkele: Der arabische Osten unter
osmanischer Herrschaft 1517-1800 (S.323-364)
-- Alexander Schölch:
Der arabische Osten im neunzehnten Jahrhundert
1800-1914 (S.365-431)
-- Helmut Mejcher: Der
arabische Osten im zwanzigsten Jahrhundert 1914-1985
(S.432-501)
-- Peter von Sivers:
Nordafrika in der Neuzeit (S.502-592)
Chronologie
Der Maghreb
ab 1914: Gesundheitsmassnahmen, Bevölkerungsanstieg
- Gründung von einheimischem Gewerbe - "bidonvilles"
- Nationalismus und Verbannung, Inhaftierung und
Folterung - Fantasie-Islam als einheitliche Kraft
gegen Europa
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
Zusammenfassung
Der Kampf gegen die kapitalistisch-rassistischen
Kolonialisten, die den Profit nicht teilen wollen und
weiterhin kulturelle Dominanz vorzeigen, wird immer
entschiedener. Der Fantasie-Islam wird dadurch zur
einenden Kraft gegen die immerwährende Dominanz der
europäischen Maschinen.
Frankreichs Politik gesteht der Bevölkerung
"Gesundheitsmassnahmen" zu. Eine Bevölkerungspolitik
fehlt jedoch, so dass die Geburtenrate unkontrolliert
ansteigt und die Bevölkerung sich am Schluss nicht mehr
ernähren kann. Es kommt zur organisierten Landflucht,
und die Städte des Maghreb wachsen unkontrolliert mit
ihren "bidonvilles".
In den 30er Jahren entwickeln sich die
Nationalismus-Bewegungen. Die französische Verwaltung
versucht mit Verbannungen, Verhaftungen und Folterungen,
diese Bewegungen zu unterdrücken.
Italiens Mussolini-Regierung glänzt derweil mit dem Bau
einer Küstenstrasse von Tunesien bis Ägypten, die bis
Eritrea weitergebaut werden soll.
Wieder wird der Fantasie-Islam im Maghreb - obwohl
eigentlich eine arabische Religion - die einende Kraft,
um gegen die rassistischen Europäer wenigstens die
Rechte zu erwerben, die einem Menschen im eigenen Lande
zustehen. Die europäischen rassistischen Verwaltungen
tragen im Maghreb also nicht wenig zum Erhalt der zum
Teil ebenfalls menschenrechtsfeindlichen islamischen
Gesetze bei.
Chronologie
1918
Algerien: Landverteilung:
"Siedler" halten 39 Prozent des fruchtbaren Landes
2,3 Mio. ha von 5,9 Mio. ha. Viele Algerier sind
inzwischen Pächter der "Siedler"-Ländereien. Dabei hat
sich die einheimische Bevölkerung von 1870 2,1 auf 4,8
Millionen mehr als verdoppelt (S.558).
ab 1918
Tunis: Zusammenbruch der
Filzmützenindustrie
weil das osmanische Reich unter Kemal Pascha die
Filzmütze/"Fez" als militärische Kopfbedeckung
abschafft. Die Mütze wird als Symbol des tunesischen
Nationalismus propagiert, ist jedoch fast unbezahlbar
(S.548).
1919
Marokko: Einrichtung von
Konsultativkammern
-- Landwirtschaftskammer
-- Handelskammer
-- Industriekammer
mit gewählten französischen und ernannten marokkanischen
Mitgliedern.
-- Installation eines Regierungsrats aus den Präsidenten
und den Vizepräsidenten der Kammern. Hauptzweck ist die
Steuerung der französischen Investitionen (S.565).
ab 1920 ca.
Maghreb:
Produktivitätssteigerung in der
"Siedler"-Landwirtschaft durch importierte
Landmaschinen - " bidonvilles"
In der Folge Abwanderung eines Teils der europäischen
Siedler in die Städte, v.a. in Tunesien und Algerien.
Die Zuwanderer investieren in Handwerk, Handel, Verkehr
und Industrie (S.560), wobei die Handwerkslehre zuerst
ein entbehrungsreiches Leben erfordert und die Maschinen
für einen eigenen Betrieb erst noch gekauft werden
müssen. Auf die Länge profitiert der Zuwanderer aber von
der städtischen Infrastruktur, auch wenn sie zuerst in
Wellblechstädten/"bidonvilles" leben müssen (S.562).
Die "bidonvilles" sind eine "Begleiterscheinung" des
technischen und demographischen Wandels (S.563).
ab 1920
Maghreb:
Gesundheitsmassnahmen - Bevölkerungswachstum
Infolge der "Gesundheitsmassnahmen" im Maghreb ergibt
sich ein Bevölkerungswachstum von 1,8-2,2 Prozent. Die
Kinderzahl bleibt wegen der fehlenden
Versicherungssysteme hoch (S.562).
Maghreb: die organisierte
Landflucht - Ordnung durch Stammesverhalten
Der weitere Zuzug von Landbevölkerung in die Stadt geht
nach Verwandtschaftsverhältnis vor sich, wenn z.B. ein
Vetter den Laden des Onkels übernimmt etc. Die
verschiedenen Stämme dominieren verschiedene Handels-
und Gewerbebereiche wie Gewürzverkauf, Gartenbau,
Holzkohlen- oder Geflügelverkauf (S.569).
[Dementsprechend sind Monopole oder auch
Spezialisierungen, aber auch geistige Verarmung und
verhindertes Dazulernen und Kombinationsvermögen].
In Fabriken werden die Stammesauswanderer je nach
angeblich ethnisch bestimmten Tugenden wie Ausdauer,
Pünktlichkeit oder Bescheidenheit eingestellt.
Eine "blinde", unvorbereitete Migration findet also
nicht statt.
Bauchladenhändler und Wagenschieber neigen zur
zwischenethnischen Solidarität und Vermischung. Dieselbe
Solidarität kommt bei der Eroberung eines Marktes oder
der Verteidigung eines Marktvorsprungs. In den
"bidonvilles" des Maghreb herrscht bei aller
spartanischen Lebensweise kein Elend (S.569).
[das dafür auf dem Land existiert und dort von der
Familie abgefedert wird].
1921
Italienische Truppen
besetzen Libyen erneut
Italien besetzt erneut das Land bis zum Fazzan. Brutale
Enteignung von Bauern und Berbern wie in Algerien 1872
(S.563).
1921-1926
Marokko/Rif-Gebirge:
Vertreibung der spanischen Besetzer
"Rif-Krieg" im Rif-Gebirge: Stammesaufstand unter
‘Abd al-Karim/ Abd El Krim, Sohn eines
Religionsgelehrten aus der spanischen Enklave Melilla.
‘Abd al-Karim erklärt sich zu einem Emir scherifischer
Abstammung und vertreibt mit seinen Kämpfern die
spanischen Besetzer im spanischen Protektorat
Nordmarokko (S.564).
1921-1955
Maghreb:
Bevölkerungswachstum
Marokko: von 5,1 auf 10,1 Mio.
Algerien: von 5 auf 8,5 Mio.
Tunesien: von 2 auf 3,7 Mio. (S.565)
Das Wachstum in Tunesien und Marokko ist wegen grösserer
Landwirtschaftskapazitäten prozentual höher möglich
(S.566).
1920er Jahre
Tunesien: Gründung der
Arbeiterbewegung mit Gewerkschaft
(S.572)
1922
Libyen: Keine Konzession an
das Besetzer-Italien
Die italienische Regierung bietet dem
Religionsführer Sayyid Idris as-Sanusi an, unter der
italienischen Regierung als Emir zu fungieren, was
dieser ablehnt (S.564).
Sayyid Idris as-Sanusi, Leiter der "Sanusiyya", übergibt
dem Stammesführer ‘Umar al-Muhtar die Leitung des
Widerstandes. Sanusi selbst geht nach Ägypten ins Exil
(S.563).
ab 1922
Libyen: Guerillakrieg bis
1931 unter ‘Umar al-Muhtar
Widerstand unter ‘Umar al-Muhtar mit einer
Guerillataktik bis 193.
In der Folge ergreift die italienische Armee Massnahmen
gegen die Guerilla von Sayyid Idris as-Sanusi:
-- mit Stacheldrahtverhauen
-- mit Luftangriffen
-- mit Brunnenvergiftungen
-- mit drakonischen Strafen (S.564).
1925
Marokko/Rif-Gebirge:
Aufstand und Marsch auf Fes scheitert
Aufstand unter ‘Abd al-Karim gegen die französische
Besetzung, Marsch auf Fes, Niederlage gegen die
französischen Truppen kurz vor Fes (S.564). ‘Abd
al-Karim überlebt auf der französischen Insel Réunion
(S.565).
1927-1958
Marrakesch: Sultan
[Fantasie]-Muhammad V.
mit der Bestrebung, die Franzosen aus dem Land zu werfen
(S.572).
ab 1927
Italien: Geburtenrate sinkt
von 2,8 auf 2,3 Prozent. Mussolini ist geschockt,
denn die Libyen-Kolonisation ist dadurch gefährdet
(S.564).
1930er Jahre
Frankreich besetzt ganz Marokko.
Alle Stämme werden restlos unterworfen, auch in den
hohen Bergen (S.532).
Italien besetzt ganz Libyen.
Alle Stämme werden restlos unterworfen, auch in den
letzten Oasen der Wüste (S.532).
Maghreb: Vermehrte
Abwanderung in die Industriebetriebe der
Maghreb-Städte
(S.562)
Maghreb: Französische
"Siedler-Landwirtschaft" und Umstrukturierung in
Marokko, Algerien und Tunesien
-- durch die Umstrukturierung von Getreide und Wein
auf Obst und Gemüse entstehen neue Arbeitsplätze, die
nun von den Einheimischen besetzt werden, vor allem in
Algerien (S.560)
-- Baumkulturen sind Obst-, Oliven- und Nussbäume.
Zusätzlich: Bienenzucht (S.566).
Maghreb:
Nationalismusentwicklung
Der Nationalismus kann sich erst nach der Bildung einer
ersten Mittelschicht entwickeln und entzündet sich dann
an den Forderungen nach Reformen oder Gleichberechtigung
in den Städten in der Mittelschicht, im Kleinbürgertum
und den zugewanderten Ethnien (S.570).
[Staatenbildung des Versailler Vertrages, des Vertrags
von St-Germain etc. von 1919/ 1920 als Vorbild].
Bildung kleiner nationalistischer Gruppen und Propaganda
in Tunis wegen getrennten Friedhöfen, in Marokko wegen
französisch verfügter gerichtlicher Trennung zwischen
Berberrecht und muslimischem Recht, und in Algerien
wegen der Diskussion um die Wahlberechtigung.
Nacheinander kommt es zur Gründung von kleinen
Nationalparteien
-- in Tunesien: Neo-Destour-Parte (PND) 1934
-- in Algerien: Algerische Volkspartei (PPA) 1936
-- in Marokko: Marokkanische Nationalpartei für die
Verwirklichung der Reformen 1937 (S.570).
Die Führer scheuen jeweils die Konfrontation und
Gefängnis nicht, werden so regelmässig zu Märtyrern und
geben den Bewegungen breite Kraft.
Regelmässig wird propagiert, der Maghreb sei ein Teil
der arabisch-islamischen Nation und die Freiheit müsse
zurückgegeben werden. Dabei sprechen die Bewohner
vielerorts Berbersprachen, was für die Agitation
sekundär ist, denn das arabisch-islamische Argument soll
nur solidarisierend wirken (S.570).
1930er Jahre
Algerien: Religiöse
"Erneuerungsbewegung" in Constantine
unter dem Constantiner Scheich/Ältesten Abd El Hamid ben
Badis/’Abd al-Hamid b. Badis in "freien Schulen" und
"Vereinigungen" (S.574).
Sep 1931
Libyen: Gefangennahme des
Widerstandsführers ‘Umar al-Muhtar - Hinrichtung
Ende des Guerillawiderstandes in Libyen. Es finden sich
aber aufgrund der fallenden Geburtenrate in Italien kaum
noch Emigranten für das Land (S.564).
1934
Marokko ist völlig von der
französischen Armee besetzt
(S.564)
ab 1935 ca.
Maghreb-Italien: Plan einer
Küstenstrasse von Tunesien nach Eritrea
Italienische Planung des Baus einer "strategischen
Küstenstrasse" zwischen Tunesien und Ägypten mit Ziel
des Weiterbaus bis Eritrea, 1700 km lang (S.564).
ab 1936Maghreb: Wachstum und Abwanderung
Viele der Maghreb-Städte wachsen durchschnittlich um
7,5 Prozent. Die Infrastruktur erlaubt die Abwanderung
vom Land (S.562).
1937
Italien-Maghreb-Ägypten:
Fertigstellung der Küstenstrasse zwischen Tunesien und
Ägypten
vom italienischen Steuerzahler bezahlt die Strasse
allein. 1,2-1,4 Milliarden Lire stehen "vielleicht
einige hundert Millionen Lire" gegenüber (S.564).
ab 1937 ca.
Das 3.Reich wird zum
Vorbild in Afrika
Hitler gilt als europäisches Vorbild für einen
"funktionierenden prosperierenden Terrorstaat", der
vielen Nationalisten Afrikas zum Vorbild wird (S.580).
Okt 1938
Italien/Libyen: Propaganda
"Ventimila" für Libyen
Mussolini startet eine Libyen-Propaganda der
"Ventimila"/Zwanzigtausend, damit sich endlich
italienische Kolonisten in Libyen niederlassen (S.564).
1940
Italien/Libyen:
Italienischer Bevölkerungsanteil liegt inzwischen bei
12 Prozent der Gesamtbevölkerung
von einer Million.
-- Kultivierung von rund 180’000 ha Land, davon zu 3/4
mit jungen Olivenbäumen, Rebstöcken und Getreide
-- Landbewässerung ist auf 3500 ha um Tripolis begrenzt
mit Anbau von Baumplantagen und Futterpflanzen (S.564).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1940-1945
Maghreb: keine
nationalistische Agitation - wirtschaftliche
Entwicklung und neues Selbstbewusstsein der
Maghreb-Staaten
aus Rücksicht auf den französischen Staat.
Während des Krieges bleiben die Lieferungen aus
Frankreich aus. Französisches Fluchtkapital fliesst vor
allem nach Marokko, wo neue marokkanische und
französisch-marokkanische Firmen entstehen wie
Webereien, Leder- und Fettindustrie.
Die nationalen Bewegungen lernen, dass die Struktur des
Landes inzwischen den industriellen Bedürfnissen
entspricht und die Länder von alleine wachsen können
(S.571).
1941-1943
Maghreb-Ägypten:
Küstenstrasse wird von Rommel und Montgomery benutzt
Die von den italienischen Steuerzahlern finanzierte
Küstenstrasse von Tunesien nach Ägypten wird von Rommel
und Montgomery für ihre Invasionen benutzt (S.564).
1942
Marokko: Die
Nachfolgeorganisation der PNRR verlangt formell die
Unabhängigkeit
(S.570)
1943
Libyen: England und
Frankreich besetzen Libyen je zur Hälfte
(S.571)
Algerien: Radikalisierung
des Widerstandes gegen die französische
"Siedler"-Politik
um den Apotheker Ferhat Abbas. Gründung der "Freunde des
Freiheitsmanifests" AML (S.573).
1943 ca.
Marokko: Verbannung des
Unabhängigkeitsführers Allal El Fassi/’Allal al-Fasi
nach Gabun
(S.572)
1943-1944
Marokko:
Unabhängigkeitsmanifest
unter der Führung einer neuen Sammelpartei mit Namen
"Istiqlal"/Unabhängigkeit mit Beziehungen zum Sultan
[Fantasie]-Muhammad V., der sie unterstützt
mit den Führern
-- Ahmad Belafrei, ein aus Rabat stammender in
Frankreichausgebildeter Intellektueller
-- Allal El Fassi/’Allal al-Fasi, diplomierter
Religionslehrer aus Fes (S.572).
1944
Libyen/Ägypten: Besuch des
Sanusi-Emir Sayyid Idris aus Ägypten
(S.571)
Ende 1944 ca.
Algerien: Verbannung des
Unabhängigkeitsführers Messali Hadj
Er geht nach Brazzaville im Kongo ins Exil (S.573).
1944?
Algerien: Konzentration des
Widerstands
Widerstandsführer Ferhat Abbas von der AML schliesst
sich Messali Hadj an, dem Führer der Algerischen
Volkspartei PPA, ein Schuhmacher aus Tlemcen und
Arbeiterführer der Berber in Frankreich (S.573).
1944?
Algerien: Grün-weisse Fahne
als Nationalfahne erhoben von ‘Abd al-Qadir
(S.573)
ab 1944 ca.
Libyen-Ägypten: libysche
Nationalistengruppen in Ägypten
Eine ältere Gruppe aus Stammesführern und eine jüngere
Gruppe von libyschen Nationalisten propagieren die Idee
einer unabhängigen Cyrenaika unter einer
Sanusi-Dynastie. Ein Anschluss Tripolitaniens bleibt
offen (S.571).
Kampf um die
Staatsgründungen und Unabhängigkeiten im Maghreb ab
1945 - Algerienmassaker - sozialistische Experimente
- Marokkos Wüstenkrieg - Israel - Fantasie-Islam als
Zeichen der Maghreb-Identität
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
Zusammenfassung
Die Konfrontationen um die Unabhängigkeit sind sehr
heftig mit Anschlägen, Guerillakriegen etc. Der
"Siegerstaat" Frankreich will weiter Profit aus Afrika
herausschlagen, das ihm nicht gehört. Der Siegerstolz
von de Gaulle kennt keine Grenzen. Es kommt zu Massakern
und französischen Racheakten, die im Verhältnis den
Praktiken der SS Hitlers gleichkommen (20’000 tote
Franzosen, 1 Mio. tote Algerier).
Erst nach Jahren der mörderischen Gewalt reift in Paris
die Einsicht, dass ein Handel mit unabhängigen
Maghreb-Staaten lohnender sei als eine dauernde
Konfrontation mit hohen Besatzungskosten. Nur aus
kapitalistischen Gründen wird also Algerien freigegeben,
nicht aus Respekt.
Gleichzeitig verursacht eine hohe Geburtenrate in den
Maghreb-Staaten hohe Arbeitslosigkeit. Die sofortige
Einführung des Sozialismus nach der Unabhängigkeit
klappt in keinem Land ausser Libyen. Marokko verausgabt
sich in einem Krieg um ein Stück Wüste, und Libyens
Qadaffi will eine weltweite sozialistisch-islamische
Revolution der Fantasie-Muslime erreichen, die nur mit
rigidem Polizeiapparat durchführbar ist und Stückwerk
bleibt.
Die Umstellung der Landwirtschaft der Maghrebstaaten auf
Bewässerung und eine diversifizierte Industrie zeigt
dann erste Erfolge. Handelsmässige Annäherungen an die
EG. Die Identifikation mit dem Fantasie-Islam als
Gegnerschaft zu Europa bleibt aber weiterhin erhalten.
Von Entschuldigungen der europäischen Staaten, speziell
Frankreichs, gegenüber den Maghreb-Bevölkerungen ist nichts bekannt.
Das Vorgehen Israels polarisiert zwischen Fantasie-Islam
und den weiss-christlich beherrschten rassistischen
"US"-Militärführung, so dass der Fantasie-Islam weiter
seine Anhänger findet.
Chronologie (Fortsetzung)
8.5.1945
Algerien / Sétif / Satif:
Massaker an Demonstration für die Unabhängigkeit
Der Tag der allgemeinen Siegesfeiern gegen Deutschland
ist die erste Gelegenheit für eine Demonstration der
Algerier und Äusserung der nationalen Ziele. 8000
Demonstranten fordern auf Spruchbändern die Rückkehr des
Unabhängigkeitsführers Messali Hadj und die
Unabhängigkeit Algeriens mit dem Schwenken der
grün-weissen Fahne. Erste Schüsse fallen, "Siedler"
mischen sich vom Strassenrand her ein, was zu einer
Strassenschlacht eskaliert, die sich bis nach
Guelma/Qalama fortsetzt. Tod von 103 "Siedlern" (S.573).
ab 9.5.1945
Algerien: Rache der
französischen Armee gegen die Bevölkerung
Die französische Armee (mit dem Siegerstolz von de
Gaulle) startet "Befriedungsaktionen" gegen die
Unabhängigkeitsbewegung. Armee, Marine und Luftwaffe
ballern und bomben drauf los und töten "nach
zuverlässigen Schätzungen 6000 Algerier".
In der Folge wird das Massaker von Sétif zum
Märtyrersymbol der Nationalisten, was die französische
Armee mit dem Versuch der systematischen Zerstörung der
PPA und AML beantwortet (S.573).
ab 1945
Maghreb: Ziel sind Zentralstaaten mit aller Kraft
Die Nationalisten planen mit nationalistischer
Ideologie die Machbarkeit des Zentralstaates mit
wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen
Beziehungen (S.580).
Maghreb: Landwirtschaft
bleibt ohne Wachstum
Auch in Libyen, Marokko und Tunesien erreicht die
einheimische Landwirtschaft ihre Kapazitätsgrenze
(S.560).
Libyen/UNO: Italien wird
die Rückkehr nach Libyen durch UNO-Beschluss verboten
England und Frankreich versuchen dabei, die
Unabhängigkeit mit einer Übergangslösung aufzuschieben.
Es besteht nur Einigkeit darüber, dass Italien die
"Vierte Küste" nicht mehr bekommen soll (S.571)
[obwohl Italien 1943 bereits kapitulierte und
oberitalienische Männer und Frauen als Zwangsarbeiter in
Deutschland eingesetzt und die Industrieanlagen nach
Deutschland demontiert wurden].
Maghreb: Kapitialzufuhr aus
den "USA" - Frankreich restituiert die kolonialen
Strukturen für Profit
durch Miteinbezug in den Marschall-Plan.
Gleichzeitig stellen die französischen Kolonialisten die
Kolonialstrukturen wieder her, wie wenn keine
Entwicklung während des Krieges stattgefunden hätte. Die
Loyalität der Nationalisten mit Frankreich während des
Krieges bleibt unbelohnt und das Absahnen von Profiten
aus den Ländern soll nun weitergehen, solange die
Nationalisten des Maghreb noch relativ schwach sind.
Auch Italien strebt zurück nach Libyen (S.571).
1946
Libyen/Ägypten: Rückkehr des Sanusi-Emir Sayyid Idris
aus Ägypten nach Libyen in die Cyrenaika
(S.571)
Marokko: Erlaubte Rückkehr
von Unabhängigkeitsführer Allal El Fassi/’Allal
al-Fasi
(S.572)
Algerien: Verbot von PPA
und AML - Neugründungen - Wahlbetrug - Untergrund
-- Gründung von Nachfolgeorganisationen
-- die französische Verwaltung antwortet mit
Verhaftungen und Wahlbetrug
-- viele ehemalige PPA-Mitglieder gehen in den
Untergrund
-- französischen Spitzeln gelingen viele Verhaftungen
und die Zurückdrängung der Unabhängigkeitsbewegung.
Der Untergrund macht bei allen Schwierigkeiten aber
weiter (S.573).
Aug 1946
Tunesien: Parteikongress
Die Partei Destour, die Néo-Destour und die neue
Gewerkschaft UGTT werden sich über eine Unabhängigkeit
einig, die es fortan gegenüber Frankreich zu vertreten
gilt. Frankreich reagiert nicht (S.572).
1947
Marokko: Französische
Intrige gegen Sultan [Fantasie]-Muhammad V.
Frankreichs Regierung (mit dem Siegerstolz de
Gaulles) installiert in Marokko einen
"Generalresidenten", der den Sultan [Fantasie]-Muhammad
V. stürzen will (S.572).
ab 1947
Marokko:
Teildemokratisierung in den Strukturen
Die marokkanischen Mitglieder in den
Konsultativkammern von Landwirtschaft, Handel und
Industrie werden wählbar [ohne Angabe von wem] (S.565).
1948
Libyen/Cyrenaika:
Nationalkongress unter Sayyid Idris
Der Kongress fordert ungeduldig die Unabhängigkeit
(S.572).
1.6.1949
Libyen/Cyrenaika:
Proklamation der Unabhängigkeit der Cyrenaika unter
Emir Sayyid Idris als Emir
Insgesamt buhlen 12 Nationalistengruppen mit Emir Idris
um die Modalitäten einer Vereinigung und eine Staatsform
(S.572).
Sep 1949
Libyen-UNO: Erarbeitung
eines Verfassungsplans
Die UNO ernennt einen UN-Kommissar und eine
beratende 10er-Kommission zur Erarbeitung eines
Verfassungsplans und für die Organisation von Wahlen
(S.572).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1.1.1951
Libyen: Unabhängiges
Königreich unter König Idris international anerkannt
(S.572)
1951
Tunesien: Forderung der
Unabhängigkeit
Premier Mohammed Chenik fordert für Tunesien
offiziell die Unabhängigkeit, obwohl er zu keiner der
zwei Destour-Parteien gehört (S.572-573).
Marokko: Sturz von Sultan
[Fantasie]-Muhammad V. - Exil in Madagaskar
Der französische "Generalsresident" schafft den Sturz
von Sultan [Fantasie]-Muhammad V. mit Hilfe eines der
grossen Stammesführer Südmarokkos, Tihamial-Glawi.
Folgen:
-- der Sultan geht ins Exil nach Madagaskar
-- In Marokko übernimmt ein Verwandter,
[Fantasie]-Muhammad b.’Arafa, das Sultanat
-- die Partei "Istiqlal"/Unabhängigkeit hat ihren
Märtyrer
-- die Nationalisten gehen in den Untergrund (S.572).
1952
Tunesien: Ausbruch von
Unruhen
-- wiederholte Verhaftung von Rechtsanwalt Habib
Bourguiba aus Monastir mit Ausbildung in Frankreich
-- weitere Verhaftungen von Prominenten der
Néo-Destour-Partei.
-- Bildung eines Untergrunds von mehreren 1000
Néo-Destour-Anhängern (S.573).
bis 1953
Frankreichs Investitionen
in Marokko
-- der französische Staat investiert 1000 Milliarden
Franken [ohne Angabe, ob französische oder Schweizer
Franken]
-- die internationale Öffentlichkeit: 500 Milliarden
Franken, davon 350-400 Milliarden aus Frankreich
-- die Steuereinnahmen belaufen sich auf 1338 Milliarden
Franken
-- 1600 km Eisenbahnnetz, 15’000 km Nationalstrasse,
34’000 km Nebenstrasse (S.565.
1953 ca.Frankreich-Marokko-Tunesien: Pierre
Mendès-France leitet in weiser Voraussicht die
Entkolonisierung von Tunesien und Marokko ein
(S.575)
Juli 1954
Algerien/Bern: Beschluss
des Guerilla-Kriegs
Treffen von 9 algerischen Führern des Untergrunds,
"Übriggebliebene", die noch nicht verhaftet sind
(S.573). Es sind keine "évolué" mit französischer
Ausbildung, und auch keine Mitglieder der islamischen
"Reformbewegung". Beschluss des Unabhängigkeitskrieges
(S.574).
31.10./ 1.11.1954
Algerien: Beginn des
Guerillakriegs gegen die französische
"Siedler"-Politik
-- landesweit koordinierte selbstgebaute Bomben
explodieren
-- bewaffnete Angriffe auf ca. sieben militärische Ziele
-- Verteilung von Flugblättern
-- 5 tote französische Soldaten, ein toter
Stammesführer/Qa’id, ein toter Zivilist
-- Sachschaden von 100’000 alten Franken (S.574.
ab 1.11.1954
Algerien: Beginn der
französischen Vergeltung
-- massive Verhaftungen
-- Folterungen in den Gefängnissen
-- in der Folge wird der Guerillakrieg um Algerien zu
einem der Brennpunkte wie der Palästina-Konflikt. Die
Landbevölkerung verharrt in gespannter Ruhe (S.574).
ab 1954 ca.
Algerien-Frankreich:
Algerische Arbeiter in Frankreich unterstützen den
Widerstand
-- die Arbeiter überweisen Teile ihres Lohnes an die
FLN
-- zusätzlich müssen jeweils 10-15 Prozent des
französischen Jahreshaushaltes für den Krieg in Algerien
ausgegeben werden, den der Steuerzahler bezahlt
-- Frankreich erlebt eine wirtschaftliche Stagnation
(S.575).
ab 1954
Tunesien: langsames
Nachgeben der französischen Regierung
(S.573)
1955
Maghreb: fast Verdoppelung
der Bevölkerung seit 1921
Marokko: von 5,1 auf 10,1 Mio.
Algerien: von 5 auf 8,5 Mio.
Tunesien: von 2 auf 3,7 Mio. (S.565)
Marokko: Gründung einer
nationalen Befreiungsarmee
Sultan [Fantasie]-Muhammad V. kehrt gleichzeitig aus
Madagaskar zurück. Auch in Tunesien ist das Protektorat
nicht mehr zu halten (S.572.
Aug 1955
Algerien/Philippeville:
Massaker an "Siedlern" und Algeriern - französische
Rache
-- Guerilleros töten 71 "Siedler" und 62 Algerien in
"einem Verzweiflungsangriff".
-- die französische Armee antwortet mit Erschiessung von
1000en von Algeriern.
-- die Bevölkerung treibt nun der Nationalen
Befreiungsfront FLN zu (S.574).
2.3.1956
Unabhängigkeit
Marokkos
(S.572)
10.3.1956
Unabhängigkeit
Tunesiens
(S.573
-- die Franzosen behalten in Tunesien eine Marinebasis
in Bizerte/Banzart
-- und einen Teil der tunesischen Sahara (S.584).
Sommer 1956
Algerien: Strategische
Konferenz der FLN mit 250 Delegierten im
Soummam/Summan-Tal
(S.574
-- Festlegen des Vorgehens zur Erreichung der
Unabhängigkeit:
-- Verstärkung der politischen Arbeit
-- Schaffung eines Revolutionsrates
-- Einbezug der Stadt Algier in den Guerillakrieg
(S.575).
Okt 1956
Algerien: Verhaftung von 4
FLN-Führern in einem Hinterhalt
in den sie durch ein Verhandlungsangebot zu einer
"Friedenslösung" gelockt worden waren (S.575).
Nov 1956
Algerien: Die FLN verfügt
über die Volksmasse
Die französische Politik ist auf der Verliererstrasse
(S.574).
ab 1956
Tunesien und Marokko: Probleme beim Eintritt in die
Unabhängigkeit
-- die gerechte zentrale Verwaltung finden
-- die effiziente Anzahl Staatsvertreter abschätzen
-- das Gleichgewicht zu der Herkunft zwischen Stadt und
Land finden
-- zumeist sind die Städte übervertreten (S.576), in
Marokko vor allem konzentriert auf Fes und Rabat (S.577)
-- die politischen Führer haben oft ein Studium in
Frankreich absolviert und sind dem einfachen Volk fast
entfremdet
-- in Tunesien stammen die Deputierten fast zu 70
Prozent nur aus Tunis (S.578).
Tunesien, Marokko: Für die
beiden neuen Staaten ist die hohe Geburtenrate
hinderlich
denn die nicht-nationalistische Bauernschaft bleibt
emotional träge. In Libyen sind die wenigen Nomaden
dagegen leicht beeinflussbar (S.580).
Marokko: Sultan
[Fantasie]-Muhammad V. gibt sich als Sultan "aller
Marokkaner"
(S.582-583)
Tunesien, Marokko:
"Verbindendes Element" der "Fantasie-Islam-Identität"
- Revolutionäre als "Lehrer"
Das verbindende Element in den Deputiertenkammern
ist die "arabisch-islamische Identität", die gegen die
französische, italienische oder spanische Kultur
gerichtet ist. Das Verständnis für Kleinbauern bleibt
jedoch gering.
Die Nationalistenvertreter wollen ihren "Fortschritt"
den Kleinbauern "beibringen", wollen die "Lehrer" ihrer
Völker sein, im wohlwollenden wie aber auch im
strafenden Sinn (S.279).
1957
Marokko: Tod von Sultan [Fantasie]-Muhammad V.-
Nachfolger: Sohn König Hasan II.
(S.582)
Marokko: Hasan II. regiert
dilettantisch
-- Hasan II. versucht die Rolle eines für Ausgleich
sorgenden "Vaters aller Untertanen"
-- er verpasst dabei die Modernisierung des Landes
(S.583).
Tunesien: Absetzung des Bey
und Ausrufung der Regierung unter Bourguiba
der sich seine Konkurrenten "entledigt" (S.584).
März 1957
Algerien: Unterdrückung -
Grenzzaun zu Tunesien
-- Unterdrückung der FLN in Algier durch die
französische Polizei
-- zusätzlich Bai eines breiten elektrischen Grenzzaunes
an der tunesischen Grenze (S.575).
Sept 1957
Algerien: Vollendung des
breiten elektrischen Grenzzaunes an der tunesischen
Grenze
(S.575)
Ende 1957
Algerien: FLN vorläufig
zurückgedrängt
Die französische Polizeipolitik hat die FLN in Algerien
auf die Struktur von 1954 zurückgedrängt. Es bleibt nur
die politische Arbeit. Gleichzeitig erwirbt sich die FLN
langsam Ansehen im Ausland (S.575).
Jan 1958
Algerien: Entdeckung von
Erdöl in der algerischen Sahara
(S.575)
Feb 1958
Algerien-Tunesien:
Französischer Bombenangriff auf eine Grenzstadt in
Tunesien - Eingreifen von Charles de Gaulles
-- der Bombenangriff ist eine Verletzung der staatlichen
Souveränität Tunesiens
-- das Ansehen der FLN steigt im Ausland weiter, das der
französischen "Siedler" und Frankreichs sinkt
-- die "Siedler" setzen mit der französischen Armee die
Rückkehr von Charles de Gaulles als Regierungschef in
Frankreich durch
-- De Gaulle schafft sich eine neue Verfassung und
gründet die "5.Republik". Er soll nun die Probleme
lösen, die er 1945 mitverursacht hat (S.575).
Okt 1958
Algerien: De Gaulle
präsentiert den "Constantine-Plan"
und verkündet die Industrialisierung, die nun durch das
algerische Erdöl möglich wird (S.575).
ab 1958
Algerien: Märtyrer gegen
Frankreich
Die FLN-Mitglieder sind voneinander isoliert. Ben
Bella wird in französischen Gefängnissen zum Märtyrer
(S.585).
1959
Tunesien: Verfassung -
Vertreibung mit der französischen Restbesatzung
-- Bourguiba lässt eine auf ihn zugeschnittene
Verfassung absegnen.
Ziel: Vertreibung der französischen Restbesatzungen aus
der Marinebasis in Bizerte/Banzart und einem Teil der
tunesischen Sahara.
-- es kommt zuerst zu militärischen
Auseinandersetzungen, dann zu Verhandlungen (S.584).
1960 ca.- 1962
Algerien: 1 Mio. "Siedler"
verlassen das Land
(S.585)
1960er Jahre
Tunesien:
Sozialisierungsversuche mit ländlichen Kooperativen
mit dem Ziel, Kleinbauern zu "modernisieren" und
Grossfarmer zu "entfeudalisieren" (S.279).
Dez 1960
Algerien: De Gaulle
"akzeptiert" Unabhängigkeit
De Gaulle anerkennt, dass eine Unabhängigkeit die
Voraussetzung für die Weiterentwicklung des
Verhältnisses zwischen Frankreich und Algerien ist, das
Frankreich mehr nützen würde, weil dann Algerien weiter
für französische "Investitionen" offensteht (S.575).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
ab 1960
Libyen: Öleinnahmen, aber
nur Kapitalanhäufung, keine Investitionen.
(S.581)
18.3.1962
Unabhängigkeit Algeriens
-- Bilanz: 20’000 tote Franzosen
-- 1 Mio. tote Algerier (S.575)
1962
Algerien: Erste Deputiertenkammer
3/4 kommen aus Dörfern, relativ gleich verteilt auf die
drei Departemente Algier, Constantine und Oran (S.578),
aber die Kleinbauern, die 2/3 der Bevölkerung stellen,
sind kaum vertreten (S.278-279).
Marokko: Hasan II.
verhindert die demokratische Entwicklung
Er manipuliert das Parlament, so dass eine
Demokratie nicht entstehen kann. Er agitiert mit
Wahlbetrug, Verhaftungen, Parteiverboten (S.583).
Tunesien: Frankreich räumt
die Marinebasis Bizerte/Banzart und das Stück Wüste.
(S.584)
Sept 1962
Algerien: Ben Bella wird
mit Hilfe der ALN Premier-- bei 70 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten (S.585)
-- schwerer Übergang von Guerillakrieg zur Staatlichkeit
-- ein Bürgerkrieg wird nur knapp verhindert
-- grosse Differenzen zwischen den einzelnen
FLN-Mitgliedern, der "Nationalen Befreiungsarmee" ALN an
der tunesischen Grenze und den FLN-Studenten und
Arbeitern in Frankreich (S.585)
-- Arbeitskomitees übernehmen mit Hilfe der Gewerkschaft
CGTA ehemalige "Siedler"-Farmen und errichten eine
Selbstverwaltung/autogestion (S.585), die zum Kern des
algerischen Sozialismus wird (S.586).
ab 1962
Frankreich:
"Wirtschaftswunder" nach dem Ende des Algerienkriegs
(S.575)
1963
Algerien: Wahlen: Ben Bella
wird Präsident
entfremdet sich aber von der ALN und verpasst die
Schaffung einer eigenen Machtbasis (S.586).
1963-1964
Tunesien:
Sozialismusprojekt: Enteignungen von allem
ausländischen Besitz: 1,1 Mio. ha
plus: Umbenennung der Néo-Destour-Partei (PND) in
Sozialistische Destour-Partei (PSD)
plus: staatlicher Investitionsplan mit dem Kernstück des
landwirtschaftlichen Kooperativen-Programms unter
Finanz- und Planungsminister Ahmed Salah. Widerstand der
grossen Getreidebauern, die das Programm boykottieren
(S.584).
1965
Marokko: Verschwinden des
Politikers Mehdi Ben Barka, bleibt ungeklärt
Das politische Leben in Marokko verkümmert (S.583).
19.6.1965
Algerien: Putsch der
Militärs unter Oberst Houari Boumedienne
-- islamischer Reformschüler, studierte in Kairo
arabische Literatur
-- Installation eines Revolutionsrates, Auflösung der
Nationalversammlung
-- Boumedienne muss vier Jahre lang bewaffnete Aufstände
ehemaliger FLN-Freunde und Studentenstreiks
niederschlagen (S.586).
1968
Libyen: Waffenkäufe in
England. Das Militär bekommt eine Übermacht durch die
neuen Waffen
(S.581)
1.9.1969
Libyen: Qaddafi-Putsch
Putsch des Militärs mit den englischen Waffen,
Etablieren eines Revolutionsrates unter Vorsitz von
Oberst al-Qaddafi, der einen von Nasser aus Ägypten
kopierten Nationalismus propagiert (S.581).
Noch im selben Jahr plant Mu ‘ammer al-Qaddafi eine
Rechtsreform: Ersetzung des positiven Rechts durch die
Scharia. Auftrag zur Ausarbeitung neuer Gesetze von
Qaddafi an einen ägyptischen Juristen (S.580).
1969-1975 ca.
Libyen: Gesetzesreformen
Austausch alter Gesetze durch scharia-gemässe
Bestimmungen. Bei den zu interpretierenden Gesetzen über
"Menschliche Handlungen" legt Qaddafi selbst willkürlich
das Gesetz fest. Die Sunna lehnt er ab. Er lässt den
maximalen Spielraum (S.580).
1969
Tunesien: Das
Kooperative-Programm ist an den grossen Getreidebauern
gescheitert.
(S.584
1969-1975
Tunesien: Hohe
wirtschaftliche Wachstumsraten
(S.585)
ab 1969
Algerien: Boumedienne hat
allen Protest niedergeschlagen und repräsentiert der
Welt eine "stabile Regierung"
(S.586)
Libyen: In der
Deputiertenkammer von Qaddafi ist die ländliche
Bevölkerung proportional richtig vertreten
(S.279)
1970
Maghreb: Der Zentralstaat
hat sich durch die Nationalisten etabliert
ist aber nicht überall verwurzelt. Faktoren:
-- der internationale Markt für Finanz und
Landwirtschaft macht Schwierigkeiten
-- der Entscheidungsspielraum der Staaten bleibt
ungewollt klein
-- die Verwaltung, Infrastruktur und Wirtschaft kommt
aber gut voran
-- Föderationspläne werden propagiert, sind aber irreal
und werden nie verwirklicht (S.581).
Libyen: Schliessung von
Militärstützpunkten der "USA" und Englands
-- Qaddafi lässt die Militärstützpunkte der "USA" und
Englands schliessen
-- Beschlagnahmung des Besitzes der Italiener und der
Fantasie-Juden im Land, die er zur Auswanderung
"animiert" (S.581)
-- Libyen ist immer noch ein Bauernstaat mit 50Prozent
bäuerlicher Bevölkerung (S.582).
1970er Jahre
Algerien:
Sozialismusprojekt: 1000-Dörfer-Programm
"Agrarische Revolution" mit einem
1000-sozialistische-Dörfer-Programm mit Ziel,
Kleinbauern zu "modernisieren", Grossfarmer zu
"entfeudalisieren" und mit Ziel der "Arabisierung" gegen
die Berbersprachen auf dem Land. Die Durchsetzung mit
polizeilichen oder sogar militärischen Mitteln scheitert
(S.279).
1970
Marokko: Das Militär plant
einen Putsch mit Ziel der Ausrufung einer Republik.
(S.583)
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Fantasie-Juden eine
FANTASIE ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1970-1973
Tunesien: Regierungschef
Bourguiba manipuliert die Wahlen.
(S.584)
Juli 1971
Marokko: König Hasan II.
entkommt einem Militärputsch nur knapp.(S.583)
ab 1971
Algerien: ehrgeizige
"Nationalisierungspolitik" - Enteignung - Frankreich
boykottiert Algerien
"Übernahme" der Mehrheit bei den französischen Ölfirmen
der Sahara durch Enteignung.
Frankreich reagiert mit Boykott Algeriens (S.586).
Libyen: Qaddafis Traum vom
muslimischen Weltreich
Er versucht die Schaffung eines muslimischen Grossreichs
durch Druck , Invasionen oder Waffenlieferungen auf
seine Nachbarn und andere Länder zu erreichen: Sudan,
Syrien, Tunesien, Ägypten, Tschad und Marokko (S.581)
mit der Ideologie einer arabisch-islamischen Nation vom
Atlantik bis zum Golf (S.582).
Aug 1972
Marokko: König Hasan II.
entkommt einem zweiten Militärputsch nur knapp
In der Folge reagiert Hasan II., ändern sein
"Vaterverhalten" und schwenkt in Nationalismus gegen das
Ausland um (S.583).
1973
Libyen: Tschad-Besetzung und Unterstützung Palästinas
Qaddafi lässt 40’000 Libyer an der ägyptischen Grenze
mobilisieren, lässt den Tschad besetzen und unterstützt
den palästinensischen Terror (S.581).
Libyen: Öl-Schock und
Ölpreissteigerung. Libyen wird reich
(S.582)
Marokko: Nationalistische
Massnahmen mit Enteignungen
-- Enteignungen ausländischen Eigentums in Industrie und
Landwirtschaft
-- Ausweitung der Seegrenze auf 70 Meilen
-- Aktivitäten im Palästina-Konflikt (S.583).
1974
Tunesien-Libyen:
Vorübergehende Union mit Libyen.
(S.584)
1974-1976
Tunesien: Regierungschef
Bourguiba lässt linke Opponenten einsperren.
(S.584)
1975
Libyen: Qaddafi diktiert
die Ersetzung der Litanei der Haditen durch das
Freitagsgebet.
(S.580-581)
Marokko: Beginn des
Sahara-Krieges
-- Annexion der von Spanien aufgegebenen Westsahara
durch einen "Grünen Marsch" (S.583)
-- der Abschnitt der Sahara enthält 2/3 der
Welt-Phosphatreserven (S.583-584)
-- Gegenbewegung durch Guerilla der Polisario, von
Algerien unterstützt. Eskalation zum Krieg, der in
Marokko 25 Prozent des Haushalts verschlingt. Das Volk
hält aber zum König (S.583).
ab 1975 ca.
Marokko: Bevölkerungsexplosion: 20,4 Mio. Einwohner
(1975), Getreideimporte notwendig
(S.584)
ab 1975
Tunesien: Wirtschaftliche
Schwierigkeiten und Umstrukturierungen
sinkende Weltmarktpreise bei Phosphaten, Erdöl und
Olivenöl führen zu weniger Wachstum.
Landwirtschaftsreform für mehr Getreideanbau:
-- Subventionierung von Mechanisierung, Kunstdünger,
Saatgut und Steuersenkungen, dazu eine Landreform.
Gleichzeitig Förderung der Umstellung auf
Intensivkulturen
-- und Investition in Phosphatverarbeitung zu
Kunstdünger und anderen Chemikalien
plus: Erschliessung von Erdölreserven, die 50 Prozent
des Eigenbedarfs decken (S.585).
Algerien-Frankreich:
Entspannung
Frankreichs Kapital beginnt wieder mit "Investitionen"
(S.586).
1976
Algerien:
Sozialismusprojekt: "Nationalcharta": Verkündung einer
sozialistischen Staatsform und einer Agrarrevolution
-- mit Umverteilung des Landes von Grossfarmen auf
Kleinparzellen
-- Installierung von Arbeiterräten in den
Staatsbetrieben
-- Verstaatlichung des Nahrungsmittelsektors
-- Verabschiedung einer Verfassung (S.586).
1977
Tunesien-Libyen: Sahara-Konflikt bleibt aktuell -
Inflation erzeugt Widerstand
-- erneute Kooperation mit Libyen und vergebliche
Vermittlungsversuche im Sahara-Konflikt Tunesiens
-- steigende Unruhen durch Inflation, Widerstand bei der
Gewerkschaft CGTT gegen die Bourguiba-Regierung (S.584).
Algerien: Wiederwahl von
Boumedienne
mit der Einheitspartei FLN (S.586).
Libyen: Qaddafi etabliert
eine neue Staatsstruktur
mit Namen "Arabisch-Libysche Sozialistische
Volks-Jamahiriyya"/Gamahiriyya (S.582).
Libyen:
Selbstversorgungsrate sinkt auf 20 Prozent.
(S.582)
Jan 1978
Tunesien: Generalstreik der
CGTT mit Strassenschlachten, endet mit 51 Toten und
Kriegsrecht
(S.584)
1978
Libyen: das reichste Land
Afrikas
-- Libyen erreicht mit 6910 US-Dollar das höchste
pro-Kopf-Bruttosozialprodukt in Afrika
-- die Einnahmen lassen den Bau von petrochemischen
Industrien zu
-- Hauptproblem sind dabei die Rekrutierung
qualifizierter Arbeiter, die zu einem Grossteil aus dem
Ausland angestellt werden müssen (S.582).
Libyen: Qaddafi lässt
kritische Imame "entfernen"
(S.581)
17.12.1978
Algerien: plötzlicher Tod
von Boumedienne - Nachfolger Bendjedid
Tod von Boumedienne an einer Blutkrankheit.
Machtübernahme durch Oberst Chadli Bendjedid mit
Bestätigungswahl (S.586).
ab 1978
Libyen: Ausbau der
Infrastruktur mit Ziel der Selbstversorgung
Strassen, Strom, Bewässerung, Farmen. 10-30 Prozent der
Investitionen gehen in die Landwirtschaft, anderer
Ölländer Nordafrikas und Asiens investieren in die
Landwirtschaft nur 10 Prozent (S.582).
1979
Libyen: Facharbeitermangel: 1/3 der Arbeiter kommt aus
dem Ausland
enormer Anstieg der Industrieproduktion auf die
Hälfte der Einnahmen neben dem Öl (S.582).
Maghreb: Die Iranische
Revolution spielt eine wachsende Rolle in den Städten
des Maghreb, verstärkt das islamische
Weltgemeinschaftsgefühl (S.588).
Marokko: Besetzung eines
zusätzlichen Sahara-Teils, das von Mauretanien an die
Polisario abgetreten wurde
Druck der OAU auf Hasan II. von Marokko nützt
nichts, denn Hasan II. hält propagandistisch daran fest,
die Polisario sei von algerischer Seite. Er verweigert
Verhandlungen (S.583).
ab 1979
Marokko: ansteigende
Verschuldung wegen Sahara-Krieg
Hasan II. bekommt wegen der hohen Kriegskosten
innenpolitische Probleme. Die Verschuldung ist enorm
(S.583).
Algerien: Studenten aus
Algier fordern die Arabisierung der Erziehung und
Verwaltung
ist gegen die berberische Sprache gerichtet (S.586).
Jan 1980
Tunesien: 2.Jahrestag der
Gewerkschaftsunruhen
mit Guerillaangriff auf die Minenstadt Gafsa/Qafsa,
angeblich von Qaddafi inspiriert (S.584-585).
[Gemäss Pressburgs Buch "Good bye
Mohammed" ist jegliche muslimische Identität
und Besetzung bis 850 reine FANTASIE, ebenso die ersten
drei Kalifen sind reine FANTASIE, weil es den Namen
"Mohammed" erst ab ca. 850 gab. Der Prophet Mohammed ist
also FANTASIE, und somit ist der gesamte Islam eine
FANTASIE - wie auch der Moses der Juden eine FANTASIE
ist (Buch: Keine
Posaunen vor Jericho) und der Jesus der
Christen ebenfalls eine FANTASIE ist (Codes 3,12,13,33
etc. - Link).
Es geht immer um dasselbe: Mit einer erfundenen
Vergangenheit wollen Ansprüche auf Territorien geltend
gemacht werden. All die Kriege zwischen Judentum,
Christentum und Islam sind also Kriege von FANTASIEN,
die absolut nicht notwendig wären, wenn man sich an
Mutter Erde halten würde, Webseite: www.med-etc.com].
1980
Algerien: 70 Prozent des
Getreidebedarfs muss importiert werden.
Die Kompensation der Landwirtschaft mit Export von
Weintrauben und Zitrusfrüchten reichen bei Weitem nicht
(S.587).
Libyen: "Grünes Buch":
eigener Kalender - These des universalen
Fantasie-Islam
-- Qaddafi propagiert mit seinem "Grünen Buch" einen
eigenen Kalender, der um 10 Jahre von der
Mekka-Zeitrechnung abweicht, weil Qaddafi den Tod von
[Fantasie]-Muhammad zum Ausgangspunkt der Verherrlichung
des Fantasie-Propheten macht
-- Qaddafi vertritt ausserdem die Theorie, dass der
universale Fantasie-Islam die dritte Theorie zwischen
Kapitalismus und Sozialismus darstelle, der auf dem
Glauben an einen Fantasie-Gott und seine
Fantasie-Propheten aufbaut und deswegen auch von
Fantasie-Christen und Fantasie-Juden anerkannt werden
könne
-- Qaddafi propagiert den "Universalismus" und urteilt
selbst über "wahr und falsch" (S.581).
1980er Jahre
Tunesien, Algerien: neuer
Umgang mit Bauern, vorsichtiger, aber die Kluft bleibt
(S.579)
ab 1980
Maghreb: Konkurrenz durch
Ägypten, Türkei, Indien oder Brasilien
Hauptproblem im Maghreb: Bevölkerungswachstum (S.588).
ab 1980?
Tunesien: gescheiterter
Sozialismus: Beginn einer Liberalisierungspolitik
unter dem neuen Ministerpräsidenten Mohammed Mzali,
Einleitung freier Wahlen (S.585).
bis 1981
Algerien: Von den 1000
geplanten sozialistischen Dörfern sind erst 140
fertig, 203 im Bau.
(S.587)
1981
Libyen: Sozialismusprojekt:
Ersetzen des gesamten privaten Sektors durch
"Volkskomitees für Wirtschaft"
(S.582)
ab 1981
Algerien: Studenten der
Kabylei fordern berberische Bildungseinrichtungen und
bekommen die entsprechenden Universitätsprogramme
plus: Reduktion der Staatsverwaltung im
Wirtschaftsbereich auf straffere Einheiten
plus: Förderung von Gesundheit und Erziehung (S.186).
Algerien: sozialistisches
Wirtschafts- und Umstrukturierungsprogramm
-- Ankurbelung der Privatwirtschaft
-- Einteilung in Staatsindustrie der Bodenschätze und
Kapitalgüter neben dem winzigen Privatindustrie mit 5000
Firmen und 60’000 Angestellten
-- die Industrie wird mit 44 Prozent des staatlichen
Investitionskapitals sehr bevorteilt, macht 56 Prozent
des Bruttosozialproduktes aus
-- die Landwirtschaft ist völlig unrentabel bei 8
Prozent des BSP, aber 42 Prozent der arbeitenden
Bevölkerung
-- Aufbau einer verarbeitenden Industrie und
Stahlindustrie, kann aber die hohe Arbeitslosigkeit von
ca. 20 Prozent nicht beseitigen
-- Plan zur Selbstversorgung durch Stützung der Bauern:
-- vermehrte Elektrifizierung
-- Wohnungsbau
-- höhere Getreideabnahmepreise des Staates
-- Ausdehnung der Bewässerung (S.587) zur Eindämmung der
Abwanderung in die Städte (S.588)
-- die kollektive Selbstverwaltung in der Landwirtschaft
produziert auf 1/3 der fruchtbaren Fläche das Doppelte
wie die restlichen Bauern mit ihrer Eigenwirtschaft. Der
Effekt der "Agrarrevolution" ist jedoch eher gering
(S.587).
1982Tunesien: freie Wahlen mit drei konkurrierenden
Parteien
aber die mit der Gewerkschaft CGTT verbündete PSD
gewinnt alle 136 Sitze (S.585).
1983
Marokko: Schuldenberg: 13
Milliarden US-Dollar
-- bei gleichzeitigem grossen Mineralreichtum, Kohle,
Eisen, Edelmetalle, Phosphate (S.583)
-- und bei langsamem Aufbau einer verarbeitenden
Industrie
-- Beginn von Exporten in die EG
-- und Beginn mit Bewässerung für intensivierte
exportorientierte Landwirtschaft, um die Getreideimporte
zu kompensieren (S.584).
Jan 1984
Marokko: Erhöhung des
Brotpreises hat Unruhen zur Folge.
(S.583)
Tunesien: Brotpreiserhöhung
verursacht Unruhen - variierte Wirtschaft
-- beginnende Getreideimporte für eine Bevölkerung von
inzwischen 7 Mio. Einwohnern.
-- die Wirtschaft ist inzwischen stark diversifiziert
mit
18 Prozent Landwirtschaft
14 Prozent Erdöl
18 Prozent Industrie
4 Prozent Tourismus
und Förderung der Bewässerungswirtschaft (S.585).
1984
Algerien: Wiederwahl von Benjedid
(S.587)
Libyen: Anteil der
bäuerlichen Bevölkerung: noch 16 Prozent
-- Libyen wird zum ersten voll urbanisierten Land
Afrikas
-- alle Investitionen sind staatlich
-- bei der Ölförderung sind die Konzerne prozentual
beteiligt (S.582).
Libyen: Schaffung eines
"Volkskomitees" und lokalen Volkskomitees
-- Abschaffung der Ministerialbürokratie, begleitet von
-- Anti-Korruptionskampagnen
-- Liquidierungskampagnen
-- mit Verfolgung von Gegnern bis ins Ausland.
-- Koordinierter Widerstand bildet sich nicht, denn
Miliz und Armee konkurrieren (S.582).
ab 1984
Algerien:
Bevölkerungsexplosion auf 21 Millionen Einwohner
-- produziert Landflucht, wobei immer noch 56 Prozent
auf dem Land und 1 Million in Frankreich leben:
-- jährliche Abwanderung von 100’000 Bauern
-- enormes Bevölkerungswachstum von 3,2 Prozent
-- städtisches Wachstum um 6-7 Prozent jährlich (S.588).
ab 1985
Marokko: gescheiterter
Sozialismus: Privatisierungsprogramm
um die "oberen dreihundert Familien" wieder zur
Mitarbeit zu bewegen (S.583).
1986 ca.
Maghreb: Abwanderung ergibt
Grossfarmen - Sicherheit im Weltmarkt
Durch Abwanderung können Höfe zu Grossfarmen
zusammengeschlossen werden und grosse
Bewässerungsanlagen installiert werden. Die
Eigenversorgung der Bevölkerung wird kaum je möglich,
aber die Integration in den Weltmarkt ist vollzogen und
die Schulden werden nicht mehr mit Besetzungen
eingefordert (S.589).
Der ökonomische Autonomieverlust des Maghreb gibt
paradoxerweise Sicherheit und wird von den Banken auch
so anerkannt. Die Bevölkerung, die man vor 180 Jahren
für die Industrialisierung gebraucht hätte, wäre nun da
und kommt zu spät (S.590)
[weil das dumme Europa Afrika die medizinischen
Fortschritte der Desinfektion über 100 Jahre lang
verweigerte].
1986
Tunesien: Arbeitslosigkeit trotz
Wirtschaftsentwicklung
-- profitable Textil-, Leder- und Chemiebranche
-- Umstellung auf Halbfabrikate für die EG
Diese Massnahmen können die Arbeitslosigkeit aber nicht
aufhalten (S.585).
Algerien: gescheiterter
Sozialismus: Revision der "Nationalcharta" von 1976
Zulassung privater Industrie (S.586).
Marokko: 60 Prozent der
Bevölkerung leben immer noch auf dem Land
zum Teil Umstellung von Getreide auf Früh- und
Trockengemüse, Zitrusfrüchte, Nüsse und Gewürze. 30
Prozent Exporte kommen aus der Landwirtschaft (S.584).
Libyen-Tschad: Qaddafi hält
immer noch den Norden des Tschad besetzt
Sein Traum vom universalen Fantasie-Islam ist noch nicht
ausgeträumt (S.581).