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Encyclopaedia Judaica
Judenverfolgung: Die Inquisition der kr. Jesus-Fantasie-Kirche gegen die Moses-Fantasie-Juden 1481-1834
"Christliche" Blutreinheit, Inquisition und "christlicher" Scheiterhaufen
10. Die Inquisition in den portugiesischen Kolonien: Goa 1546-1812
Wie die kr.kath. "christliche" Kirche und derkr. Papst die anonymen Mobbing-Rufmord-Manöver gegen Juden und Neuchristen rechtfertigten: mit Folter, Herabwürdigung und Verbrennung - und Konfiskation von allem Eigentum
aus: Inquisition; In: Encyclopaedia Judaica 1971, Band 8
präsentiert von Michael Palomino (2007 - Übersetzung 2025)
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Inquisition in den portugiesischen Kolonien:
10. Die Inquisition in den portugiesischen Kolonien: Goa 1546-1812
Die Inquisition in den portugiesischen Besitzungen.
[Inquisition in Goa 1546-1774 und 1777-1812: 82 Scheiterhaufengerichte (autos-da-fés)]
GOA. Es dauerte nicht lange, so begannen die Conversos, angezogen von der grösseren Sicherheit und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, welche die spanischen und portugiesischen Besitzungen in Übersee boten, an deren Entdeckung und Entwicklung sie einen bedeutenden Anteil genommen hatten, in einiger Zahl hierher zu strömen. Die Inquisition folgte ihnen dicht auf den Fersen. So gab es einen Zweig der portugiesischen Inquisition in Goa in Indien, wo schon im Jahre 1543 ein gewisser Dr. Jeronimo Dias verbrannt worden war, weil er ketzerische Ansichten vertreten hatte, obwohl die eigentliche Inquisition erst einige Jahre später formell eingeführt wurde.
Im Jahr 1546 wurde die formelle Einsetzung der Inquisition vom heiligen Franz Xaver beantragt, aber seinem Wunsch wurde erst 1560 entsprochen. Das erste Scheiterhaufentribunal (Autodafé) fand am 27. September 1563 statt, unter den vier Opfern waren zwei Judaisten. Die folgenden Aktivitäten wurden immer grösser. Unter dem eifrigen Inquisitor Bartholomäus da Fonseca fanden in den Jahren 1575 und 1578 Scheiterhaufengerichte von besonderer Gewalt statt. In jedem dieser verloren 17 Judaisten ihr Leben, ein paar Lutheraner litten auch unter dem ersten. Mit der Rückkehr Fonsecas nach Portugal ebbte die Wut ab, so dass von 1590 bis 1597 keine Todesurteile mehr ausgesprochen wurden.
[Man kann annehmen, dieser Herr Fonseca war ein ausgezeichneter Räuber, indem er mit Mobbing, Hetze, Morden und Konfiskationen reich wurde. Das ist eben der katholische Hauptberuf: Delikte erfinden, massenmorden und alles rauben].
Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Judaisierer, die durch den früheren Ausbruch von Aktivitäten erschreckt waren, und unter den 20 Opfern von 1597 bis 1623 waren nur noch zwei. Im Jahre 1618 wurden jedoch die Brüder Isaak und Abraham * Almosnino, Mitglieder einer berühmten jüdischen Familie von Fes, vor Gericht gestellt, weil sie im Hause des persischen Gesandten in Cochin Gotteslästerungen gegen den christlichen Glauben geäussert hatten. Isaak, ein Arzt, wurde erst 1621 freigelassen. Bis zum Ende des ersten Viertels des 17. Jahrhunderts wurden nicht weniger als 3.800 Fälle vor dem Goa-Tribunal verhandelt, und 37 Scheiterhaufengerichte abgehalten, eine Zahl, die bis 1773 auf 82 anstieg. Wie in Portugal wurde das Tribunal am 10. Februar 1774 abgeschafft, erlebte nach dem Sturz Pombals 1777 eine harmlose Wiederbelebung und wurde schliesslich 1812 abgeschafft. [Kol.1391]
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