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Encyclopaedia Judaica

Judenverfolgung: Die Inquisition der kr. Jesus-Fantasie-Kirche gegen die Moses-Fantasie-Juden 1481-1834

"Christliche" Blutreinheit, Inquisition und "christlicher" Scheiterhaufen

7. Das Ende der Inquisition in Portugal 1821 und Spanien 1834

Wie die kr.kath. "christliche" Kirche und derkr. Papst die anonymen Mobbing-Rufmord-Manöver gegen Juden und Neuchristen rechtfertigten: mit Folter, Herabwürdigung und Verbrennung - und Konfiskation von allem Eigentum

aus: Inquisition; In: Encyclopaedia Judaica 1971, Band 8

präsentiert von Michael Palomino (2007 - Übersetzung 2025)

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7. Das Ende der Inquisition in Portugal 1821 und Spanien 1834

<Ende der Inquisition auf der Halbinsel

[Keine Juden mehr in Portugal - Abschaffung der Inquisition im Jahr 1821]

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahm die Tätigkeit der Inquisition rasch ab, teils durch die Verbreitung aufgeklärterer Ideen, teils durch den Mangel an Menschenmaterial [das Judentum war nach Marokko, Holland oder England geflohen]. Das Judentum war vor allem im grösseren Land und in den zivilisierteren Teilen des kleineren Landes fast vollständig ausgerottet worden, grösstenteils durch die Strenge der Inquisition, aber zu einem nicht geringen Teil auch durch die massenhafte Auswanderung an Orte mit grösserer Freiheit im Ausland [Marokko, Holland, England]. In Portugal fand das letzte öffentliche Scheiterhaufentribunal (Autodafé) und das letzte, bei dem ein Judaist auftrat, am 27. Oktober 1765 statt. Der Marquês de Pombal war entschlossen, diesen und ähnliche Missstände zu beseitigen, und untergrub stetig seine Autorität. Nach seinem Sturz lebte die Inquisition in gewissem Masse wieder auf; aber Anfang des nächsten Jahrhunderts wurde sie nach einer längeren Periode vergleichsweise harmloser Untätigkeit formell abgeschafft (31. März 1821).

[Abschaffung der Inquisition in Spanien im Jahr 1834]

In Spanien war die Institution hartnäckiger. Wenn auch mit verminderter Aktivität, überlebte sie mit unverminderter Autorität bis zur Französischen Revolution. Sie wurde von Joseph Bonaparte während seiner kurzen Regierungszeit im Jahr 1808 abgeschafft und nach seinem Sturz vom liberalen Cortes 1813 bestätigt. Der reaktionäre Ferdinand VII. setzte ihn jedoch am 21. Juli 1814 mit all seinen früheren Befugnissen und Vollmachten wieder ein. In der Folgezeit war er nicht sehr aktiv und wurde während der konstitutionellen Revolution am 9. März 1820 durch ein königliches Dekret wieder abgeschafft.

Mit der konterrevolutionären Bewegung von 1823 lebten seine Befugnisse jedoch in gewissem Umfang wieder auf. Noch am 26. Juli 1826 wurde ein deistischer Schulmeister (kein Jude, wie gemeinhin behauptet wird) [Kol. 1389] von einer bischöflichen Inquisition gehängt und verbrannt, das letzte Opfer des Heiligen Tribunals auf der [Iberischen] Halbinsel; denn am 15. Juli 1834 schaffte die Königinmutter Maria Christina die Inquisition und alle ihre Befugnisse nach einer dreieinhalb Jahrhunderte währenden blutigen Karriere endgültig ab.> (Spalte 1390)


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