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Encyclopaedia Judaica
Judenverfolgung: Die Inquisition der kr. Jesus-Fantasie-Kirche gegen die Moses-Fantasie-Juden 1481-1834
"Christliche" Blutreinheit, Inquisition und "christlicher" Scheiterhaufen
20. Inquisition noch woanders in Europa: Mantua, Venedig und Toskana
Wie die kr.kath. "christliche" Kirche und derkr. Papst die anonymen Mobbing-Rufmord-Manöver gegen Juden und Neuchristen rechtfertigten: mit Folter, Herabwürdigung und Verbrennung - und Konfiskation von allem Eigentum
aus: Inquisition; In: Encyclopaedia Judaica 1971, Band 8
präsentiert von Michael Palomino (2007 - Übersetzung 2025)
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20. Inquisition noch woanders in Europa: Mantua, Venedig und Toskana
<MANTUA. Anderswo in Italien waren die Bedingungen ähnlich. So wurde 1532 in Mantua der Salomo *Molcho als abtrünniger Judaizer verbrannt. Am selben Ort wurde im Jahr 1600 im Alter von 77 Jahren eine alte Frau namens Judith Franchetti wegen Zauberei bei lebendigem Leib verbrannt: Der Hauptvorwurf gegen sie lautete, sie habe eine bestimmte Nonne dazu überredet, das Judentum anzunehmen.
VENEDIG. Die Inquisition in Venedig, eines der wichtigsten Zufluchtszentren für die Conversos von der Halbinsel, befasste sich in ähnlicher Weise mit vielen jüdischen Fällen. Zwischen 1557 und 1711 sind nicht weniger als 80 Aufzeichnungen erhalten. Etwa ein Drittel davon betrifft Einwanderer aus Spanien und Portugal; der Rest befasst sich mit unaufrichtigen lokalen Konvertiten und mit technischen Vergehen [[Gesetze nicht eingehalten?]], die von konformen Juden begangen werden.
Bemerkenswert unter den letzteren ist ein Verfahren gegen Leone*Modena, der aus Gründen der Sicherheit freiwillig die unzensierte Pariser Ausgabe seiner Historia de' Riti ebraici (1637) denunzierte. Die Verfolgung der Conversos in Venedig durch die Inquisition erreichte ihren Höhepunkt im Jahrzehnt 1558-68, als Fra Felice Peretti da Montalto (der spätere Papst Sixtus V.) Inquisitor war. Im Vergleich mit dem römischen Tribunal war er jedoch human und scheint nie zu einem Todesurteil gekommen zu sein.
TOSKANA. In Florenz scheint sich die Inquisition in beträchtlichem Maße auf die Überwachung und Ermutigung der Abtrünnigen zum Christentum beschränkt zu haben. Sie verfolgte jedoch auch eine Reihe von Conversos aus Spanien und Portugal, die sich vor allem im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts in der Stadt aufhielten. In Pisa und Livorno wurde das Vorgehen der Inquisition gegen die Conversos ausdrücklich durch die Zugeständnisse von 1593 eingeschränkt, die 1730 im Fall von Jacob Gutiérrez Penha bestätigt wurden.> [Kol. 1400]
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